Wie kann ich eine stärkere Bindung zu meinem Pferd aufbauen?

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Haben Sie sich je gefragt, wie Sie eine stärkere Bindung zu Ihrem Pferd aufbauen können,so dass Sie mehr Spaß zusammen haben? H&C sprach mit Elsa Sinclair, die im Film ‚Taming Wild‘ spielt, um mehr darüber zu erfahren.

Oberhaupt und Freund

Pferde brauchen ein Oberhaupt sowie einen Freund. Oberhäupter kreieren Veränderung (hoffentlich zum Besseren) und Freunde sind da für die für die Gesellschaft, wie bei uns Menschen auch.

Die Art und Weise wie Pferde sich ausdrücken ist nicht mit Worten, sondern mit Körperbewegungen. Pferdefreunde finden Harmonie durch physikalische Bewegungen, die sich ausgleichen. Das kann etwas Einfaches sein, wie in die gleiche Richtung zu gucken, oder ein Pferd observiert eine mögliche Gefahr, während das andere Pferd schläft oder frisst.

Oberhäupter machen neue oder andere Bewegungen wie zum Beispiel, die Veränderung des Abstands zwischen ihnen und anderen Pferden. Manchmal berühren sie sich gegenseitig oder stehen weiter voneinander entfernt oder sie bewegen sich weiter auf den Kopf oder Schweif des anderen Pferdes zu.

Was bedeutet es ‘mit seinem Pferd zu fließen’?

Mit seinem Pferd zu fließen heißt man ist wie zwei Blätter, die auf einer Wasseroberfläche schwimmen, beide sind beeinträchtigt von den gleichen Umwelteinflüssen. Aus dieser Einheit nur einen Moment auszubrechen und das Oberhaupt zu sein bedeutet, dass sich etwas verändern muss in Bezug auf die physische Distanz oder den Standort des anderen Pferdes, bevor man das fließende Gleichgewicht sowie die Harmonie wieder finden kann.

Die richtige Balance zwischen Freundschaftshandlungen und führenden Handlungen zu finden hat einen großen Einfluss auf die Bindung zwischen Pferd und Mensch.

Es gibt viele Trainer, die Ihnen helfen können zu lernen ein Leiter zu sein durch die Benutzung eines Hilfsmittels, wie ein Halfter, einen runden Stall, einen Klicker oder einen Leckerlibeutel. Zudem bekommen Sie eine engere Bindung zu Ihrem Pferd wenn Sie jeden Tag ein paar Minuten überlegen, wie man sich als Leiter bewegt und wie man dem Pferd ein guter Freund sein kann.

Einfache Übungen zum ausprobieren

Versuchen Sie diese einfache Übung und denken Sie darüber nach, was Sie dabei rausfinden:

Wenn Ihr Pferd draußen auf der Weide ist, stellen Sie sich neben Ihr Pferd und finden Sie Fluss und Harmonie. Seien Sie ein Freund und bewegen Sie sich oder stehen Sie genauso wie Ihr Pferd. Nach ein paar Atemzügen, bewegen Sie sich ein paar Schritte weit weg, aber immer noch nah am Pferd – dies ist passive Führung, die Änderung hervorruft.

In jeder Position in der Sie sich befinden, versuchen Sie die Körpersprache Ihres Pferdes zu lesen und zu verstehen, ob das Pferd durch Ihre Entscheidung Intoleranz, Toleranz, Akzeptanz oder Freude verspürt.

Wenn Sie eine Pause machen um in Harmonie mit dem Pferd zu sein, ist das Pferd komfortabel genug um mit Ihnen zu fließen in dieser Position, oder fühlt das Pferd, dass es die Führung übernehmen muss und somit die physische Verbindung ändern muss in etwas, was ihm besser gefällt?

Das richtige Gleichgewicht

Diese hin-und her Unterhaltung mag uns Menschen sehr einfach und bedeutungslos vorkommen, aber für Pferde ist dies sehr kraftvoll. Pferde lesen unser Handlungen die ganze Zeit, ob wir wissen was wir tun oder auch nicht.

Um eine engere Bindung zu Ihrem Pferd aufzubauen, nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Momente um sich bewusst zu werden, wo Sie sich in der Beziehung zum Pferd befinden und wie sich das Pferd damit fühlt. Wenn Sie das Gleichgewicht zwischen Freundschaft und Führung richtig hinbekommen, dann werde Sie sehen, dass dies alles was Sie mit Ihrem Pferd machen beeinflusst, da Sie beide mehr verbunden sind und somit zusammen leichter zum Ziel kommen.